Tagesausflug – Antike Sehenswürdigkeiten in Nara

Wer an Nara denkt, denkt zumeist an beeindruckende Bauwerke und Tempelanlagen und viele, viele Hirsche. Ersteres gibt es auch in Kyoto in unfassbaren Mengen – sollte man Nara also auch noch einen Besuch abstatten, wenn man schon in Kyoto gastiert? Ja, unbedingt!

Gerade einmal 45 Minuten dauert die Fahrt mit dem Zug von Kyoto nach Nara, der Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und ehemaligen Kaiserstadt Japans.

Tagesausflug – Warum nach Nara?

Besonders für Nara sind die sehr alten und gut erhaltenen Tempel, von denen fünf gemeinsam mit einem Shinto-Schrein, der Ruine des kaiserlichen Palastes und einem Primärwald das UNESCO-Weltkulturerbe „Historische Monumente des antiken Nara“ stellen.

Insgesamt ist das Flair hier etwas Besonderes. Nara ist kleiner, beschaulicher, ruhiger und weniger hektisch als beispielsweise Kyoto. Umringt von bewaldeten Bergketten gibt die idyllische Stadt auch optisch etwas her!

Zudem liegt ein Teil der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten nah beieinander in und am Nara Park, sodass sich hier ein Rundgang – besonders auch für einen Tagesausflug für Zugreisende! – anbietet.

Vom Bahnhof zu Fuß in den Osten

Sehenswürdigkeiten in Nara - Kōfuku-ji Tempel

Sehenswürdigkeiten in Nara – Kōfuku-ji Tempel

Sehenswürdigkeiten – Weltkulturerbe Kōfuku-ji

Wenige Gehminuten vom Nara Hauptbahnhof entfernt liegt bereits der erste Teil des Weltkulturerbes, nämlich die Anlage des aus dem 7. Jahrhundert stammenden buddhistischen Tempels Kōfuku-ji. Gut zu erkennen ist die Anlage anhand der markanten 5-stöckigen Pagode.  Ebenso sehenswert sind jedoch die zwei oktogonalen Hallen auf dem Gelände.

Sehenswürdigkeiten – Nationalmuseum

Weiter nach Osten durch den weitläufigen Park gelangt man zum Nationalmuseum Nara. Es ist eines der ältesten Museen Japans, das eine umfangreiche Sammlung buddhistischer Kunstwerke und archäologischer Artefakte zeigt. Zudem werden in einer Wechselausstellung hier auch Stücke aus dem Schatzhaus des Tōdai-ji Tempels gezeigt.

Sehenswürdigkeiten in Nara - Himuro-jinja Schrein

Sehenswürdigkeiten in Nara – Himuro-jinja Schrein

Sehenswürdigkeiten – Himuro-jinja

Auf der anderen Seite der Hauptstraße, gegenüber des Nationalmuseums findet sich der weniger bekannte, aber umso charmantere Tempel Himuro-jinja. Dieses Kleinod ist besonders im Frühjahr sehenswert, wenn sich die hängenden Kirschblüten wie Wasserfälle über den Tempel ergießen!

Um die Ecke, an einer langen Promenade gelegen, heißt einen dann das große Tor Nandai-mon willkommen. Es führt weiter zum imposanten Tōdai-ji, einem weiteren Tempel des Weltkulturerbes.

Sehenswürdigkeiten – Hirsche

Spätestens auf der Promenade wird man den zutraulichen (kleinen) Hirschen begegnen, die zwischen den Touristen herumlaufen und gefüttert werden wollen. Die wilden Tiere sind fester Bestandteil Naras und müssen mit Respekt und Rücksicht behandelt werden. Futter für die Hirsche kann überall erworben werden, aber Vorsicht, die Tiere könne beißen und treten wenn man sie verärgert!

Sehenswürdigkeiten in Nara - Tōdai-ji Tempel, Haupthalle

Sehenswürdigkeiten in Nara – Tōdai-ji Tempel, Haupthalle

Sehenswürdigkeiten – Weltkulturerbe Tōdai-ji

Zum Tōdai-ji gehören neben der imposanten Haupthalle, die unter anderem die mit 15m höchste Bronzestatue des Buddhas Daibutsu der Welt beherbergt, weitere kleinere Gebäude, sowie ein eigenes Museum und eine Gartenanlage.

Sehenswürdigkeiten in Nara: Kasuga-taisha Schrein

Sehenswürdigkeiten in Nara – Kasuga-taisha Schrein

Sehenswürdigkeiten – Weltkulturerbe Kasuga-taisha

Durch den Park führen verschiedene Wege zur nächsten Weltkulturerbestätte: Dem Shinto-Schrein Kasuga-taisha. Die ebenfalls aus dem 8. Jahrhundert stammende Anlage beeindruckt mit dem für Schreine oft typischen leuchtend orangen Anstrich. Rund um den Schrein finden sich zahlreiche Steinlaternen.

An die Schreinanlage grenzt übrigens der ebenfalls zum Weltkulturerbe gehörende Primärwald an.

Tagesausflug – Zurück zum Bahnhof und nach Westen

Sehenswürdigkeiten – Weltkulturerbe Gangō-ji

Auf dem Weg vom großen Nara Park mit den bereits aufgezählten Sehenswürdigkeiten zurück zum zentral gelegenen Bahnhof lässt sich noch der Gangō-ji Tempel, ebenfalls Teil des Weltkulturerbes und südlich des Kōfuku-ji gelegen, besuchen. Von diesem besonders alten Tempel ist nicht mehr viel erhalten. Aber seine Architektur hebt sich durch eine gewisse Schlichtheit von den anderen Tempeln ab.

Sehenswürdigkeiten – Weltkulturerbe Yakushi-ji, Tōshōdai-ji und Heijō Palast

Wer mehr Zeit mitbringt kann nun noch nach Westen weiter zu den verbliebenen drei Stätten des Weltkulturerbes. Zum aus dem 8. Jahrhundert stammenden kaiserlichen Tempel Yakushi-ji mit seiner imposanten Haupthalle und angrenzenden Pagode. Zudem zum nahegelegenen weniger pompösen Tōshōdai-ji.

Die letzte Stätte liegt ein Stück nördlich und ist der Überrest des Heijō Palasts.

Vom Nara Park aus zu den Sehenswürdigkeiten im Westen ist es etwas weit für einen Spaziergang. Hier bietet es sich an einen Bus zu nehmen.

Tagesausflug -Hirschkuh in Nara nahe Tōdai-ji

Tagesausflug – Hirschkuh in Nara nahe Tōdai-ji

Tipp

Das „Nara Prefectual Office“ ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs ermöglicht den kostenlosen Besuch einer Aussichtsplattform oberhalb des Gebäudes. Die Plattform liegt zwar nicht besonders hoch, da das Stadtzentrum allerdings relativ flach ist, bietet sich von hier dennoch ein sehr schöner und ungestörter Blick auf Nara!


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