Insider – 6 Sehenswürdigkeiten in Kyoto

In kaum einer Stadt finden sich so viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten wie in der ehemaligen japanischen Kaiserstadt Kyoto. Wir haben euch bereits vorgestellt, wie man Kyoto in 48 Stunden erleben kann und welches die besten Tagesausflüge von Kyoto sind. Doch für diejenigen, die einen längeren Aufenthalt in Kyoto planen und neben den populären Hauptattraktionen auch etwas weniger bekannte Orte sehen wollen, stellen wir heute 6 der besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kyoto vor!

Sehenswürdigkeiten in Kyotos Zentrum

Sehenswürdigkeit im Zentrum Kyotos: Der Tempel Nishi Hongan-ji

Sehenswürdigkeit: Hongan-ji

Genau genommen handelt es sich um zwei Tempel: Den Nishi, also westlichen, Hongan-ji und den Higashi, also östlichen, Hongan-ji. Beide liegen wenige Blocks von einander entfernt im zentralen Bezirk Shimogyo und sind Tempel des Shin-Buddhismus.

Der Nishi Hongan-ji ist zwar der kleinere der beiden Tempel, jedoch auch der ältere und stellt eines der UNESCO Weltkulturerbe Kyotos. Zentraler Teil des Tempels aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind die beiden großen Hallen Goeido und Amidado. Sie sind miteinander verbunden und vermitteln ein Gefühl von Ruhe und Besinnlichkeit. Wer schon von außen über die Architektur staunt, wird das Interieur lieben: Die erhabenen Hallen strotzen nur so vor Details und eindrucksvoller Atmosphäre.

Zum Tempelkomplex gehört des Weiteren ein japanischer Nationalschatz: Karamon, ein traditionelles Holztor, das mit Schnitzereien und detaillierten Verzierungen in leuchtenden Farben und Gold geradezu überladen ist! Absolut sehenswert! Zu den ebenfalls sehenswerten Teilen des Tempels gehören außerdem der Glocken- sowie der Trommelturm und ein großer Gingkobaum. Der Tempel kann übrigens kostenlos besucht werden.

Der Higashi Hongan-ji kann in mancher Hinsicht nicht mit dem Nishi Hongan-ji mithalten, da es sich bei vielen seiner Bauwerke um Rekonstruktionen handelt. Dafür ist seine Goeido aber das größte Holzbauwerk Kyotos und eines der größten der Welt. Die Amidado ist etwas kleiner, jedoch weitaus größer als ihr Gegenstück im Nishi Hongan-ji.
Kurz gesagt ist der Higashi Hongan-ji einfach größer und dadurch auch ein Stück weit eindrucksvoller als der Nishi Hongan-ji. Andererseits ist er auch populärer bei Touristen was häufig zu größeren Besuchermengen führt. Wer die Zeit hat sollte beide Hongan-ji Tempel besuchen, wer nur einen sehen möchte, der sollte zum Nishi Hongan-ji!

Sehenswürdigkeiten in Kyotos Osten

Sehenswürdigkeiten im Osten Kyotos: Das Tor Sanmon des Tempels Chion-In

Sehenswürdigkeit: Chion-in

Der Bezirk Higashiyama ist bei Touristen wohl vor allem für den Tempel Kiyomizu-dera bekannt, der zu allen Jahreszeiten eine fantastische Aussicht auf Kyoto bietet. Hier findet sich jedoch auch der Maruyama Park, der zur Kirschblütenzeit ein beliebtes Ausflugsziel ist und den buddhistischen Tempel Chion-in beherbergt.

Zum Tempel gelangt man durch das imposante Sanmon Tor. Mit seinen 24 m Höhe und 50 m Breite ist es das größte Holztor Japans und ein atemberaubendes Beispiel japanischer Architektur! Breite Steintreppen führen von hier hoch zum eigentlichen Tempelkomplex. Dort finden sich die Haupthallen Miedo und Amidado, die ehemals größte Glocke der Welt und zwei unterschiedlich gestaltete japanische Gärten.

Sehenswürdigkeit: Nanzen-ji

Nicht weit vom Chion-in Tempel und in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen ist der Tempel Nanzen-ji. Der Nanzen-ji gehört zu den bedeutendsten Zen-Tempeln Japans und vereint auf seinem Gelände verschiedene Sehenswürdigkeiten und kleinere Tempel.

Sehenswürdigkeiten im Osten Kyotos: Garten im Nanzen-ji Komplex

Der Weg zu diesem Tempelkomplex führt ebenfalls durch ein großes Holztor. Dieses kann von Besuchern auch erklommen werden und bietet von seinem Balkon eine einzigartige Aussicht. Weiter geht es zum Hauptgebäude und der ehemaligen Priesterresidenz Hojo – besonders sehenswert sind hier die schmuckvollen Malereien auf den Papier-Schiebetüren und der für Zen typische Steingarten.

Ebenfalls eine Residenz war das Gebäude des Nanzenin Tempels, nämlich die des Kaisers Kameyama. Die recht kleine Anlage umfasst neben dem Hauptgebäude auch ein Mausoleum und einen hübschen japanischen Garten mit einem großen Teich.
Auch der Tenjuan Tempel ist einen Besuch wert – Teile der Anlage stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert und Besucher erwarten hier ein weiterer eindrucksvoller Steingarten sowie ein japanischer Garten.

Eine weitere, wenn auch etwas unerwartete Sehenswürdigkeit auf dem Gelände des Nanzen-ji ist der Teil eines großen Aquädukt der im Laufe des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Anders als in Teilen Europas gehörten Aquädukte nicht zum Landschaftsbild Japans, was den roten Ziegelbau zu etwas Besonderem macht.

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